Angela Merkel in Bielefeld: 2 Stimmen für die CDU am Sonntag!

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Bis halb drei in der Nacht von Freitag auf Samstag verhandelte die Bundeskanzlerin Angela Merkel in Brüssel über die Finanzhilfen für Griechenland. Pünktlich um 11 Uhr erschien die Kanzlerin auf dem Rathausplatz in Bielefeld zum krönenden Abschluss des Landtagswahlkampfes der Bielefelder CDU, bevor sie weiter nach Moskau zu den Gedenkfeiern zum 65. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges reist. „Bis halb drei hat sie in Brüssel für unser Geld gekämpft und dafür, dass die Griechen sparen" betont der Europaabgeordnete Elmar Brok vor über 3000 interessierten und begeisterten Zuhörern in Bielefeld.

Mit ihrem Besuch in Bielefeld unterstützte die Bundeskanzlerin die drei Bielefelder Landtagskandidaten - Rainer Lux, Barbara Sommer und Günter Kozlowski - im NRW-Wahlkampf. Rainer Lux kam zum Wahlkampfabschluss mit der Isetta, die „mittlerweile stadtweit bekannt ist" (Bernd Landgraf), und zog ein vorläufiges Fazit zum Wahlkampf: „Es hat mit sehr viel Spaß gemacht. Mit meiner Partnerin, der Isetta, hab ich 400 Kilometer quer durch Bielefeld gemacht und bin nur zwei Mal stehen geblieben, weil sie kein Sprit mehr hatte. Ich bin zuversichtlich, dass wir morgen Abend gewinnen". Für den Wahlkampf, verzichtete Lux zudem noch weitgehend auf die Hochzeit seines Patenkindes.

Nach den drei Landtagskandidaten bahnte sich die Bundeskanzlerin den Weg durch die Menge und macht gleich zu Beginn ihrer Rede deutlich, wie wichtig die Landtagswahl in NRW ist. „NRW ist wichtig für den Wohlstand in Deutschland, NRW würde als eigenständiges Land zum G20-Treffen der weltweit stärksten Wirtschaftsnationen gehören", so Merkel. Gleichzeitig stellte die Kanzlerin die Erfolge der Landesregierung heraus, die trotz der größten Wirtschaftskrise, 250.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen hat. „Am Berg wechselt man die Pferde nicht, und wir sind auf dem Weg nach oben", betonte eine kämpferische Bundeskanzlerin.

Die vereinzelten Zwischenrufe kommentierte Merkel mit einem Lächeln und den Worten: „Anscheinend hat die SPD zu wenige Veranstaltungen gemacht, also müssen sie zu uns kommen".

Merkel sprach zudem von der CDU „als einziger Kommunalpartei", die sich für die Finanzen der Kommunen interessiert. Damit das so bleibt, müssen „Jürgen Rüttgers und ich Hand in Hand weiterarbeiten können". Die Bundeskanzlerin macht zudem deutlich, dass die CDU nicht nur in der Wirtschafts-, Finanz- und Kommunalpolitik die besseren Lösungen und Ergebnisse vorweisen kann, sondern auch in der Bildungspolitik. „Als Rot-Grün in NRW regierte, wollten die in NRW 16.000 Lehrerstellen streichen, wir haben 8.000 eingestellt!", ruft Merkel den Zuhörern zu. Ebenso stellt sie in ihrer Rede klar, dass jedes Kind Deutsch sprechen muss, wenn es in die Schule kommt. Es reicht nicht nur über Multikulti zu sprechen. „Integration wurde zur Chefsache und die CDU ist auch auf diesem Gebiet Vorreiter."

Zum Abschluss warf die Merkel der SPD in NRW vor, dass sie einer Zusammenarbeit mit der Linken keine klare Absage erteilt hat. Merkel: „Gehen Sie in die Wahlkabine. Es ist keine Zeit für Experimente. Zwei Stimmen für die CDU, damit Jürgen Rüttgers Ministerpräsident bleibt!" Zur Stärkung überreichte Elmar Brok der Kanzlerin Bielefelder Pralinen, die sie auf dem Weg nach Moskau genießen kann.

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CDU-Vorstandsmitglied Kristin Joswieg, der Vorsitzende der Bielefelder Schüler Union Alexander Rüsing, der Brackweder CDU-Chef Carsten Krumhöfner und MdL Rainer Lux am Rande der Veranstaltung am Rathaus.

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