Keine Schulschließungen fordert die CDUDonnerstag, den 29. Juli 2010 um 22:04 Uhr In einer gemeinsamen Stellungnahme beziehen CDU-Fraktionsvorsitzender Herbert Braß und der Brackweder CDU Vorsitzende Carsten Krumhöfner Position zu den geplanten schulorganisatorischen Maßnahmen im Stadtbezirk:
"Der Schulentwicklungsplan für die Brackweder Grundschulen ist von hoher Brisanz und betrifft die Existenz der bisher sechs eigenständigen Schulen: Die von der Verwaltung aufgestellten Szenarien sehen bis zu zwei Schulschließungen vor, die drei Grundschulen alternativ treffen können. Darüber hinaus sind Schulverbünde geplant, die eigenständige Grundschulen in Teilstandorte ohne eigene Schulleitung umwandelt. Ausgangspunkt sind sinkende Schülerzahlen, die eine durchgängige Zweizügigkeit nicht immer gewährleisten. Damit wird seitens der Stadt der Handlungsauftrag begründet, laut Haushaltskonsolidierungskonzept des Oberbürgermeisters in Brackwede eine Grundschule zu schließen. Sieht man sich aber vor Ort eine Grundschule an, wie z.B. die kleinste unter den Brackweder Grundschulen, nämlich die Brocker Schule, so stellt man fest, dass diese Schule ihren Aufgaben voll gerecht wird, wie dies von Schulleitung und Elternschaft überzeugend dargelegt wird. Eine voll funktionsfähige Schule zu schließen, nur weil vorgegebene Richtzahlen nicht erreicht sind, hält die Brackweder CDU nicht für den richtigen Weg. Jeder Standort hat für die wohnortnahe Erreichbarkeit für die jungen Grundschüler, aber auch für die Wohnqualität in dem Bezirk große Bedeutung. Wenn Kindergartenbeziehungen nicht in der Grundschule fortgesetzt werden können, wenn die Klassengemeinschaft nicht durch nachmittägliches Beisammensein ergänzt werden kann, bedeutet das für die Kinder einen Verlust an sozialen Beziehungsmöglichkeiten. Die Auffassung der Brackweder CDU ist es, dass Maßnahmen zur Standortschließung nur bei gravierenden Mängel in der Funktionsfähigkeit einer Schule gefasst werden können. Zudem muß geklärt werden, wie die Plätze der Offenen Ganztagsbetreuung gesichert werden. Die Brocker Schule hat mit 50 Plätzen ein Angebot, das der Nachfrage kaum nachkommt; dafür wurden in den letzten Jahren entsprechende Räume hergerichtet und Betreuungsangebote gemacht. Wo diese Plätze – wohnortsnah - bei einer Standortschließung dargestellt werden sollen, ist dabei keine Randfrage! Ähnlich verhält es sich mit den Sporthallen und –plätzen, die nicht nur von den Schulen, sondern auch von den Vereinen des Bezirkes genutzt werden. Die neue Schulministerin will mit Neuerungen im Schulbereich aufwarten: Mit „einer Ermöglichungsstrategie mit Anreizen“ will sie auf die zurückgehenden Schülerzahlen reagieren. Ob dies nur Wortgeklingel bleibt oder ob für die Brackweder Schulen dabei etwas Gutes herausspringt, bleibt abzuwarten. Nach Gesprächen sowohl mit den Elternvertretern, wie auch der Schulleitung der Brocker Schule und vor dem Hintergrund einer sich möglicherweise veränderten Schulpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen kann die CDU Brackwede einer Schulschließung der Brocker Schule nicht zustimmen und spricht sich für den Erhalt der Brackweder Schullandschaft und gegen Schulverbünde aus."
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